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Erste Eindrücke Reaper of Souls – Diablo3

Veröffentlicht: Dezember 22, 2013 in Fun
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Betatester werden basierend auf ihren Systemspezifikationen, der Aktivität im Spiel und weiteren Faktoren – einer davon ist gemeinhin als „Glück“ bekannt – ausgewählt.

Beta Einladung

*hüstel* Nun ja, ich war einer von den 8.000 Spieler weltweit, die für den geschlossenen Betatest des brandneuen Addons von Diablo3, Reaper of Souls (RoS), ausgewählt wurden. Der offizielle Release-Termin ist dann der 25.03.2014 – das Addon wird 39,99 EUR kosten. Ich war mit knapp 400h Spielzeit bei Diablo3 bisher nur ein durchschnittlicher Gamer. Um so neugieriger war ich auf die versprochenen Neuheiten, die ich hier versuche, in einem kurzen ReCap zusammenzufassen:

Akt V in der Stadt Westmarch

Der fünfte Akt der Kampagne präsentiert sich wie gewohnt in wunderschöner Grafik. Beim Leveldesign ist natürlich alles irgendwo schon mal in den ersten vier Akten dagewesen, wir schnetzeln uns durch Kathedralen, Dörfer, Wiesen und Keller. Die Atmosphäre ist düster und bedrohlich, dazu passt die sehr stimmungsvolle Musik wirklich sehr gut. Einige echt coole neue Monster kommen vor und alle Endbosse sind in gewohnter Qualität (speziell für schwachbrüstige Fernkämpfer) durchaus knifflig.

Akt5

Neue spielbare Klasse: Crusader

Man kann zu Beginn entweder die neue Klasse des Kreuzritters ausprobieren oder einen seiner bestehenden Chars in die Beta kopieren, das Originalprofil wird dabei nicht verändert oder zerstört. Kreuzritter sind (ähnlich dem bereits bekannten Barbaren) Nahkämpfer extrem schweren Rüstung, allerdings als Panzer auf zwei Beinen mit vielen Angriffsvarianten auf mittlere Distanz sowie Kampfmagie ein, um Verbündete zu stärken und Feinde zu schwächen. Sehr lustig zu spielen, speziell wenn er seinen Schild als Geschoss verwendet 😉

Crusader

Auch bei den anderen Klassen hat es geringfügige Änderungen gegeben, neue aktive und passive Fertigkeiten sowie neue Zauber und Runen. Mein Stammchar ist der Mage, hier gibt es zB das neue „schwarze Loch“, bei dem Gegner für kurze Zeit in ein blackhole eingesaugt werden. Sehr praktisch bei Massen an Gegner, weil somit mit einer arkanen Bombe gleich 20 Mobs vernichtet werden.

Black Hole

Die Items

Die unangenehme Nachricht für alle Powerplayer, die monatelang für bestimmte Setteile gefarmt haben: könnt ihr alles wegwerfen! Die neuen Waffen und Rüstungen sind um ein Vielfaches stärker als früher, der erste kritische Treffer mit über 5Mio Schaden hat mir einen lautstarken Jubelschrei entlockt. Dank des neuen Smartdrop-Systems droppen nun in der Regel Gegenstände, die (halbwegs) zum gerade gespielten Charakter passen. Auch das Horten von Schmied-Materialien oder Edelsteinen aus Diablo3 ist sinnlos.

Wirklich gut gefallen hat mir die neue Mystikerin in jedem Basislager, bei der man sowohl das optische Aussehen jedes Ausrüstungsteils verändern als auch die Werte jedes Gegenstands nach Belieben umschichten und neu auswürfeln kann. Beides natürlich gegen den Einwurf kleinerer Münzen. Verschlechtern kann man sich übrigens nicht: wenn man nach dem Verzaubern mit dem Ergebnis nicht zufrieden ist, kann man wieder den alten Wert nehmen – Gold und Materialien sind dann halt weg.

Mystikerin

Man bemerkt aber schon jetzt die Vorbereitungen auf den Wegfall des (sehr umstrittenen) Auktionshauses: nahezu jedes brauchbare Item wird direkt an den Account gebunden (Bind on Account). Das gilt für legendäre Items und Setteile genauso wie für Materialien, Edelsteine, etc. Wann kann nur gefundene Ausrüstung handeln, wenn man mit einem anderen Spieler im selben Spiel ist.

Paragon System

Was macht man nach Erreichung des maximalen Levels (bei RoS 70)? Man spielt wie gewohnt nach dem Paragonsystem weiter und hat somit 100 weitere Erfahrungsstufen verfügbar. Sehr fein dabei: Man kann pro Level verschiedene Offensiv und Defensiv Attribute nach Wunsch erhöhen. Auch der neue Abenteuermodus verspricht langfristige Motivation: hier werden Schlüsselstellen aller fünf Akte nochmals für spezielle Belohnungen durchgespielt. Die angekündigten Nephalem Prüfungen konnte ich leider bisher im Spiel nicht lokalisieren.

Paragon

Schwierigkeitsgrad

Ich habe die Kampagne am höchsten verfügbaren Schwierigkeitsgrad Master durchgespielt, sollte mit einem aus Diablo3 halbwegs gut ausgerüsteten Helden für die meisten keine besondere Schwierigkeit sein. Sehr fein: wenn man mal bei einem Endboss verzweifelt, kann man nur für diesen Kampf den Schwierigkeitsgrad runterdrehen. Ab Level 70 wird dann die Endstufe Torment freigeschaltet und die ist dann wortwörtlich eine Folter: bei Torment II (von 10) war für mich das Ende des sinnvollen Farmens erreicht. Bei Torment V gab es für meinen Mage (Level 70, Paragon 52) selbst bei non-elite-Mobs ständig one-hit-death.

Die Droprate war wie bei Blizzar durchaus üblich in der Beta relativ hoch: in 30h hab ich 2 grüne und 11 orange Teile gefunden. Die wird in der offiziellen Version sicherlich sinken.

Schwierigkeitsgrad

Fazit

  • Beta ist eigentlich fast der falsche Begriff: das Addon ist technisch sowie inhaltlich fertig und bei mir in den ersten 30h kein einziges Mal abgestürzt. Nur ein oder zwei Mal waren kleine Bugs bei Elitegegner zu bemerken.
  • Das Gamplay wurde im Wesentlichen nicht verändert – wem also Diablo3 gefallen hat, der wird auch von RoS begeistert sein.
  • Grafisch ist es um einiges besser als die Mitbewerber wie Path of Exile, für die Masse an Spieler wohl auch einfacher zu spielen.
  • Einige echt ärgerliche Dinge in Diablo3 wurden endlich bereinigt, vor allem das Loot-System.
  • Das Echtgeld Auktionshaus wird mir persönlich nicht abgehen, hab das auch in der Vergangenheit nie verwendet. Durch die neue Möglichkeit, Eigenschaften eines Gegenstandes auch nachträglich zu modifizieren ist der Bedarf an einem Auktionshaus auch nicht mehr so groß.
  • Ich freue mich über InGame Kontakte für Multiplayer, mein Battletag lautet TomThaler#1980

 

Lady in red – Ducati 1199 Panigale

Veröffentlicht: Oktober 16, 2012 in Fun
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Ab und zu werde ich gefragt, warum sich jemand halbwegs Gebildeter ein Motorrad mit 1.199ccm und fast 200 Pferdestärken kauft? Da ich diese Frage nicht mit einem technischen Datenblatt beantworten kann, hier meine ganz persönlichen Eindrücke nach der ersten Saison:Das Bauchgefühl

Beim ersten Start des Motors drängt sich einem vor allem ein Attribut auf: laut. Genauer gesagt bestialisch laut. Schon im Leerlauf brummelt der 2-Zylinder-Motor lauter und aggressiver als jeder Sportwagen. Bei niedrigen Drehzahlen befürchtet man ständig, dass es den Motor zerreißt, so stark ruckelt er. Und sobald sich der Drehzahlmesser kontinuierlich an den fünfstelligen Bereich vorarbeitet, erinnert der Motorensound frappierend an einen Flugzeugstart. Dieses Bike ist definitiv nichts für Zartbesaitete oder Hausbesitzer mit leicht reizbaren Nachbarn. Mit Vollvisierhelm reduziert sich die Lärmbelastung (zumindest für den Fahrer) auf ein erträgliches Niveau.

Die Optik

Alteingesessene Ducati-Liebhaber werden vielleicht den charakteristischen Gitterrohrrahmen vermissen – der erste optische Eindruck der Ducati Panigale ist allerdings bei jedem einfach Woooow. Sie schaut sehr zart und filigran aus, richtig schlank im Vergleich zur Aprilia RSV4 oder MV Agusta F4. Die LED-Leuchten sind spätestens bei Dämmerung ein absoluter Blickfang, genauso wie die großen Nüstern unterhalb der Frontscheinwerfer.

Und erst dieses Rot – das hat schon etwas ganz Besonderes. Nicht umsonst raunt man sich in der Ducati Werkstatt ein „Einmal Duci – immer Duci“ zu. Die Panigale ist definitiv eine der schönsten Supersportler, die zur Zeit am Markt erhältlich sind.

Das Fahrgefühl

Das ist jetzt mein fünftes Motorrad. Bin vorher eine Suzuki GSX-R 1000 und eine Yamaha R1 gefahren, verfüge also über etwas Erfahrung mit Supersportlern. Die zahlreichen elektronischen Helferleins wie Anti Blockiersystem, Engine braking control system und Traktionskontrolle ermöglichen auch einem Durchschnittsfahrer wie mir problemloses Beherrschen der Pferdchen. Witziges Detail am Rand: mittels Schaltautomat kann man unter Vollgas auch ohne(!) Kupplung schalten.

Das Handling würde ich als spielerisch bezeichnen. Es ist wirklich kaum zu glauben, wie bequem und einfach der Hobel trotz atemberaubender Beschleunigung zu fahren ist. Die trockenen 188kg der Ducati garantieren mühelose Schräglage – die Brembo Monoblockzangen vermitteln selbst bei intensiven Bremsmanövern unglaubliche Stabilität trotz extremen Biss. Das Sechsganggetriebe macht Freiland oder Autobahn sehr viel Spaß – in der Stadt kommt man halt nie über den dritten Gang hinaus, meist röhrt man im Zweiten herum.

Eine gewisse Körpergröße vorausgesetzt, ist die Panigale mit 82cm Sitzhöhe auch im Stehen und Schieben sehr pflegeleicht. Die Sitzposition würde ich im Vergleich zur GSX-R und R1 selbst nach 4h Ausfahrt als deutlich entspannter bezeichnen, die Armaturen sind Weltklasse. Sitz für den Sozius montiert man sich auf so einer Maschine sowieso nicht 😉

Fazit

Auf der Rennstrecke gibt es bessere Bikes, die Aprilia RSV4 zum Beispiel – aber wen interessiert die Tempobolzerei schon. Wen 23.000 EUR für ein Motorrad nicht abschrecken, der kauft sich mit der Ducati 1199 Panigale ein treues Spielzeug mit äußerst hohem Spaßfaktor und Suchtpotential, mit dem man an jeder Kreuzung zumindest der König der Herzen ist *gg*

Meine Ehefrau hat am Wochenende meinen Jubelschrei „Ja, ich habe Alduin den Weltenfresser endlich vernichtet!“ wohl mit einem dankbaren Seufzer zur Kenntnis genommen. Die lang erwartete Fortsetzung des Rollenspiel-Klassikers The Elder Scrolls aus dem Hause Bethesda kam Mitte November 2011 endlich in die Läden und seitdem war ich 82h in dem Spiel online.

The Elder Scrolls 5: Skyrim wurde letzte Woche zum Spiel des Jahres 2011 gekürt. Warum eigentlich? Diese Frage möchte ich hier sowohl für Einsteiger als auch Gaming-Profis beantworten. Daraus resultiert auch die Antwort, warum ein erwachsener Mensch neben Job, Studium und Familie jede ungenutzte (Nacht)stunde am Computer verbringt. Wer also die Wortschöpfung epic drop noch nie gehört hat, ist an dieser Stelle genau richtig. Experten überspringen einfach die nächsten beiden Absätze.

Ihr müsst euch die Welt von Skyrim zuerst einmal bildlich vorstellen: Eine riesige Welt mit Wetter, Klimazonen und Zeitrechnung, bevölkert von Menschen, Elfen, Zwergen, Ungeheuer, Monster und … Drachen – alle vom Computer gesteuert. Anders als bei MMOGs (=massively multiplayer online games) wie World of Warcraft spielt man Skyrim alleine. Die Geschichte (im Fachjargon storyline genannt) ist nicht linear – euer Charakter wird zu Beginn in eine Situation gestossen, danach liegt alles an euch selbst. Ihr könnt mit jeder Spielfigur in der Welt reden: üblicherweise überreden, einschüchtern oder bestechen 😉 Manche sind euch wohlgesonnen, manche könnt ihr zu Freunden machen, einige dürsten nach eurem Blut. Ein ziemlich cleverer Algorithmus sorgt dafür, dass ihr sanft geleitet und immer wieder in eine passende Richtung geschubst werdet. So bekommt ihr ständig Aufgaben (im Fachjargon Quests genannt), die euch Geld, Ausrüstung und Erfahrung verschaffen. Über diese zahlreichen Quests lernst ihr langsam aber sicher die gesamt Welt kennen und steigt behutsam in die eigentliche Geschichte ein: die Welt wird nämlich von Drachen heimgesucht und ihr könnt der lang ersehnte Retter sein.

Skyrim Koch

Und ab hier wird es wirklich spannend: Ihr könnt der Held sein, müsst aber nicht. In Skyrim könnt ihr auch Meuchelmörder, Attentäter, Schmied, Alchemist oder sonst etwas sein. Es gibt kein definiertes Spielende, die unterschiedlichen Handlungsstränge sind fast unendlich – der Hersteller spricht selbst von über 300h möglicher Spielzeit. Und keine Angst vor dem Spieltod – man kann anders als im realen Leben so oft sterben wie gewünscht. Ein automatisches Speichern ermöglicht jederzeit verschiedene Versuche, das aktuelle Problem zu lösen. Nicht immer ist Waffengewalt der einfachste Weg, manchmal muss man raffinierter vorgehen. Analog zum echten Leben regiert Geld auch hier die Welt – ihr könnt euch mit dem verdienten oder erstohlenen Lohn bessere Waffen, Rüstungen, Zaubersprüche und vieles mehr besorgen.

Recap für Zocker-Profis:

Auf jeden Fall die PC-Version verwenden, die Grafik ist mit geeigneter(!) Hardware um Lichtjahre besser als auf der XBOX360 oder PS3. Sowohl die Kampfsequenzen als auch die Landschaftseindrücke sind in Full-HD auf einem 27″ Schirm wahrlich beeindruckend. Die Charakterentwicklung ist im Vergleich zu anderen Genre-Games eher simpel, ihr könnt pro Erfahrungsstufe nur entweder Magie, Gesundheit oder Ausdauer erhöhen. Das Talentesystem ist gut gemacht, allerdings auch lange nicht so komplex wie bei WoW. Die Kämpfe sind unterhaltsam und blutig, aber taktisch lange nicht so anspruchsvoll wie zB bei Dragon Age 2. Lediglich bei einigen Bosskämpfen geht die Taktik „Volle Kanne, einfach drauf“ nicht auf. Ob man Skyrim nun als Bogenschütze, Zauberer, Zweihandkrieger oder Assassine spielt, ist reine Geschmacksache – ebenso ob man 3rd Party Sicht verwendet oder lieber die gewohnte Egoshooter Perspektive hat.

Skyrim EgoshooterSkyrim DracheSkyrim Stadt

Meine Tipps für zukünftige Drachentöter:

  • Hauptquestreihe immer fleissig weiterspielen. Nur dadurch bekommt ihr die wirklich coolen Zaubersprüche wie Drachenfall (zwingt einen fliegenden Drachen auf den Boden) oder Drachenruf (ruft einen verbündeten Drachen)
  • Redekunst rasch bis 50 skillen. So kann man allen Händlern jedes beliebige Item verkaufen (sehr praktisch).
  • Die Investition in ein Reitpferd lohnt sich von Beginn weg, das Herumlaufen ist mühsam. In der Nebenquestreihe Diebesgilde und dunkle Bruderschaft gibt es später ein kostenloses Pferd als Belohnung.
  • Ein Begleiter erleichtert das Questen speziell in Dungeons erheblich, ausserdem kann er als Lastenmuli dienen. Rüstet ihn gut aus und verwendet ihn als Ergänzung eurer Spielweise: Wenn ihr Zauberer seid, holt euch einen Nahkämpfer und umgekehrt.
  • Verzaubern ist ein sehr sinnvolles Talent, ein ständiger Vorrat an Seelensteinen ist aber unerlässlich. Eine Waffe auf jeden Fall mit Seelenfalle verzaubern, dann werden die Seelensteine automatisch gefüllt.
  • Für Poser empfiehlt es sich, Schmiedekunst zu skillen, dann gehört die legendäre Drachenrüstung schon fast euch.
  • Überlegenswert: Wenn ihr von einem Vampir oder Werwolf gebissen werdet und die Krankheit nicht heilt, verwandelt ihr euch. Ich hab einige Level als Vampir gezockt – speziell als Dieb oder Meuchler sehr witzig.
  • Irgendwann müsst ihr für die Sturmmäntel oder Kaiserlichen Partei ergreifen, die jeweils andere Nebenquestreihe ist danach naturgemäß nicht mehr möglich.
  • Es gibt im Spiel versteckte 13 magische Findlinge, die bestimmte Attribute verstärken. Zu Beginn ist der Schlachtroßstein sehr praktisch, damit kann man mehr tragen.

Skyrim TalenteSkyrim Zauber

Ich wünsche den geneigten Lesern viel Spaß in der Welt von Skyrim. Manche Rätsel sind echt kniffelig, da ist es keine Schande, mal kurz die Lösung in einem Youtube-Video zu spicken. *gg*